Vita

„Zwei der Sonderpreise (...) gingen an die deutsche Mezzosopranistin Silke Gäng, eine Sängerin von grosser, auch individueller Ausdruckskraft, die Schuberts Ebenmass ebenso traf, wie die von Rudolf Kelterborn in Musik gesetzte, traumatische Erinnerungsszene einer KZ-Überlebenden.“
- OPERNWELT, 11/14 -

 

In der Spielzeit 2016/2017 wird Silke Gäng mit dem Venice Baroque Orchestra unter der Leitung von Andrea Marcon als Abra in Juditha Triumphans auf Tournee gehen, darunter in London (Barbican), Brüssel (Palais des Beaux-Arts), Chicago (Krannert) und New York (Carnegie Hall).
Ausserdem wird sie Annio in Mozart’s La Clemenza di Tito (Theater Dornach) und Messagiera/Proserpina in L'Orfeo von Monteverdi (Schloss Waldegg) verkörpern. Im Oktober und November 2016 sind mit dem La Cetra Barockorchester Konzerte in Basel und im Concertgebouw Amsterdam und CD-Aufnahmen für Parnasso in Festa von Händel geplant.
 
2015/2016 sang sie Liederabende uA. am Lavaux Festival und neben Thomas Hampson am Heidelberger Frühling und nahm mehrere CDs auf, darunter eine Solo-CD mit Liedern nach Gedichten von Mascha Kaléko und Walt Whitman des Schweizer Komponisten Silvan Loher sowie die Partie der Imilee in der Wiederentdeckung von J.D.Heinichen's Barockoper Flavio Crispo mit dem Stuttgarter Barockorchester Il Gusto Barocco unter der Leitung von Jörg Halubek.
Im Herbst 2015 kehrte sie mit einem Liedrezital an das Lucerne Festival zurück, nachdem sie dort bereits 2011 in der Hölderlin Oper Nacht von G.F.Haas die Partie der Susette Gontard verkörpert hatte.
 
2015 war Silke Gäng auch mehrfach am Theater Basel zu erleben: als Nérine in Charpentiers Medée und in der Titelpartie von Vivaldi's Juditha Triumphans. Ausserdem trat sie als Sängerin wie auch Sprecherin in verschiedenen Kammermusikformationen am Davos Festival-young artists in concert auf. Zusätzlich führte sie Vivaldi's Gloria im Herbst nach Venedig.
 
2014 sang sie Wagners Parsifal als Blumenmädchen/Stimme aus der Höhe/ Knappe erstmals am RT Norwich, England und unter dem Dirigat von Andrea Marcon bei den Schwetzinger Festspielen und den Händelfestspielen Halle als Calliope und Cloride in Händels Parnasso in festa. 

2013 gastierte sie am Theater Freiburg und debutierte sowohl mit Händels Messiah in der Liederhalle Stuttgart unter Jürg Halubek als auch im Concertgebouw Amsterdam mit Andrea Marcon und La Cetra Basel.

2011 trat sie am Lucerne Festival und im Gare du Nord Basel in der Hölderlin-Oper Nacht von G.F. Haas als Susette Gontard auf. Bereits während der Studienzeit war Silke Gäng unter Ton Koopman in der Carnegie Hall, New York, am Theater Basel (Dido und Aeneas), Staatstheater Stuttgart und den Salzburger Festspielen (Judith) zu erleben.

Silke Gäng hat sich ein breites Konzertrepertoire erarbeitet, das von den Oratorien von J.S.Bach, Stabat Mater, Gloria und Nisi Dominus von Vivaldi, Messiah von Händel, Requiem von Mozart, Paulus von Mendelssohn, Petite messe solennelle von Rossini, Requiem von Duruflé bis zu selten gespielten Werken wie Suters Le laudi oder Think, think, Lucky (Waiting for Godot) von R. Haubenstock reicht.

Ein besonderer Schwerpunkt gilt dem Liedgesang: Thomas Hampson lud sie 2012 zur Akademie des Heidelberger Frühling ein. Hier erhielt sie zudem von Graham Johnson, Brigitte Fassbaender und Wolfram Rieger entscheidende Impulse.

2013 war Silke Gäng mit Helmut Deutsch am Cully Classique Festival zu hören und 2012 gab sie Liederabende im Casino Basel und im Rahmen der Basler Altstadtserenaden. Im gleichen Jahr war sie Finalistin am Internationalen Robert Schumann Liedwettbewerb in Zwickau.

Die Mezzosopranistin arbeitete mit Regisseuren wie Frank Hilbrich, Sebastian Nübling und Nicolas Brieger und mit Dirigenten wie Andrea Marcon, Fabrice Bollon, Jürg Halubek, Lutz Rademacher und Ton Koopman.

Silke Gäng schloss ihr Gesangstudium 2010 an der Musikhochschule Basel bei Verena Schweizer ab. Zudem bereicherten Meisterkurse bei Vesselina Kasarova, Anne Sofie von Otter, Elisabeth Glauser und Kurt Widmer ihre künstlerische Ausbildung. Sie ist Preisträgerin des 5. internationalen Ernst Haefliger Wettbewerbs 2014, der Kiefer Hablitzel Stiftung, des Migros Kulturprozent, der Basel Orchestergesellschaft und der Friedl Wald Stiftung.

Nixe Binsefuss - Wolf - Lucerne Festival Rezital 2015

Der Musensohn - Schubert - Marco Scilironi

Gia le furie - Händel - Andrea Marcon (Halle 2014)

Quocum patriae - Vivaldi - (Lyon 2012)